Rückblick Fasnacht 2019


Auf Tour mit dem König von Amriswilare

Die erste Station auf der Tour 2019 führte die Glöggli Clique nach Siebnen SZ. Genauer gesagt an die Guggeritis vom Echo vom Grundgässli. Alle fünf Jahre führt die Gugge dieses Zweitagefest durch. In diesem Jahr feierten sie ihr 55-jähriges Jubiläum. Als WarmUp Wochenende getarnt, war es dann doch eher ein Kaltstart mit Vollgas. Auf drei Bühnen und einem Gugge-Corso konnten wir unsere neuen Stücke präsentieren und auch gleich prüfen, wie sie beim gemeinen Volk ankommen. Am Sonntag trotzten wir dem Schneegestöber und marschierten beim grossen Jubiläumsumzug mit.

Das erste offizielle Fasnachtswochenende begann dann am Freitag mit dem Sponsorenabend. Unter dem Motto Shanghai durften wir zusammen mit unseren Sponsoren auf die bevorstehende Saison anstossen. Am Samstagnachmittag fand die bei Kindern sehr beliebte Mini-Glöggli Probe statt. Auch in diesem Jahr liessen es sich zahlreiche Kinder nicht nehmen, Glöggli Luft zu schnuppern. Am Abend ging es für die Grossen nach Herisau. Die Ziegelhöttler feierten ihr 100-jähriges Jubiläum und wir durften ihre Höttlernacht eröffnen. Anschliessend fuhren wir weiter nach St. Gallen an die Gugge-Party der Riethüsli-Gugge. Den Sonntag rundeten wir mit dem Fasnachtsumzug in Gossau ab.

Weinfelden war der erste Halt am zweiten Wochenende. Das Gugge Warm Up in Weinfelden steht wie eine Eiche im Glögglikalender. Danach ging es weiter nach Birsfelden im Kanton Basel. Die Birsblootere feierten ihren 60. Geburtstag. Nebst den ältesten Basler Guggen durften wir als einzige auswärtige Formation Teil von ihrem Fest sein. Auf dem Rückweg machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Sarmensdorf AG zum Jubi der Heuröpfler Gugger, wo wir um 01:00 Uhr nachts nochmals die Bühne rockten.

Die Ulaladoga Fasachtsparty der Trombongos aus Windisch war am dritten Wochenende der erste Halt für unseren Surprise Car. Alt bewärtes zum Abschluss: Wir reisten danach weiter nach Winterthur wo wir am Zunftabend der Teuchelzunft aufspielten.

Eines jeden fasnächtlers Herz schlägt für den schmutzigen Donnerstag. Der Höhepunkt im Fasnachtskalender begann für uns mit einem Konzert im Altersheim Salttelbogen Bischofszell. Im Anschluss ging es mit dem Bus nach Kreuzlingen und dann zu Fuss über die Grenze und ins Zentrum von Konstanz. Wo wir vor zahlreichem Publikum einen gelungen Start ins lange Wochenende hatten.

„Auf in die Innerschweiz!“ hiess der Befehl des Königs für die darauf folgenden zwei Tage.
Mit der Fäger Fägete in Wolhusen LU und dem Geisterball in Zufikon AG stürmten die Musketiere von Amriswilare gleich zwei Fasnachtshochburgen. Hier durften wir auf einer der spektakulärsten Bühnen spielen und haben nach anfänglichem belächeln unseres Thurgauer Dialektes sogar eine Zugabe spielen dürfen. Gemäss dem Speaker gab es das noch nie an der Fäger Fägete. In Zufikon war es uns eine besondere Freude, unsere Freunde die Sädelgeischter wieder zutreffen. Bis früh in die Morgenstunden wurden bei Kaffi Luz alte Geschichten ausgetauscht. Am Samstag reisten wir wieder zurück auf Luzerner Boden. Wir durften am traditionellen Risotto Essen der Rotsee-Husaren aufspielen. Für uns eine riesengrosse Ehre, dass wir als Ostschweizer dabei sein durften!

Gegen Abend trafen wir und 27 weitere Guggen in Sursee LU ein. Die Altstadt bot uns eine atemberaubende Kulisse vor grossem Publikum. Auf dem Rückweg legten wir noch einen Boxenstopp in Sirnach ein. Es war bereits schon nach Mitternacht und das eine oder andere Glöggli war dann doch langsam vom strengen Programm und Müdigkeit gezeichnet. Aber wie wir Glögglis halt sind, wir hauten nochmals alles raus was möglich war.

Nach einer kurzen Nacht ging es am Sonntag noch nach St. Gallen. Mit Wagen und Glühwein marschierten wir durch die Altstadt. Und durften bei strahlendem Sonnenschein das Hauptfasnachts-Wochenende abschliessen.

Am letzten Wochenende vor der Amriswiler Fasnacht feierten wir das 10-jährige Jubiläum von unserem Glöggliair. Und ja, wir haben es so richtig krachen lassen. Mit sieben Gastguggen, einer Feuershow, unserem Specialguest Rita Bänziger und einem grossen Feuerwerk war das bestimmt der funkelndste und leuchtendste Auftritt der Saison.
Bericht der Thurgauer Zeitung.

Tags darauf verschlug es uns nach Glarus. Unsere letzte Busfahrt. Wir Glögglis fahren ja sehr gerne gemeinsam Bus. Und da wurde es auch ein bisschen emotional. Das Saisonende war schon in Sicht und sehr dankbar für eine fantastische Fasnacht, floss dann sogar das eine oder andere Tränchen. Kurz darauf überwog aber schon wieder die Freude. Wir hatten riesiges Wetterglück. Genau bei unserer Ankunft setzte der Regen aus und wir durften unsere Outdoor-Auftritte nochmals so richtig geniessen.

Und dann war es auch schon wieder so weit: Die Amriswiler Fasnacht klopfte an die Tür. Eröffnet mit dem Kindermaskenball am Nachmittag ging es mit der Kleinformation „Gruppe Rolf“ an die Beizenfasnacht. Das Gugge Open am Samstag vor der Migros Aachtal zog auch in diesem Jahr viele Guggenfans in den Westen von Amriswil. Das die Amriswiler Fasnächter sind, zeigte sich dann auch an der Narreparty im Pentorama.

Den Abschluss bestritten wir am Sonntag am Umzug und im Anschluss mit der Uusguggete das letzte Mal in Rot. Wie jedes Jahr vor einem sensationellen Heim-Publikum.

Ein riesengrosses Dankeschön an alle,
die zur dieser erfolgreichen Saison beigetragen haben!